Navaid Simulator – Anleitung und Schulungsunterlage

Der Navaid Simulator ist ein ÜbungsgerĂ€t fĂŒr die Funknavigation. Du fliegst auf einer echten Luftfahrtkarte mit echten Funkfeuern (VOR, NDB, DME) und liest dabei die Instrumente ab, wie sie im Cockpit stehen: ADF, RMI, CDI, HSI und DME. Übungen mit verdeckter Karte und verdecktem Wind prĂŒfen, ob du die Anzeigen wirklich verstehst, und werten deinen Flug aus.

Diese Anleitung erklĂ€rt zuerst die Bedienung und danach ausfĂŒhrlich die Übungen. Die Übungskapitel sind so geschrieben, dass sie sich auch als Unterlage fĂŒr den Unterricht eignen: mit Lernziel, Vorgehen, Bewertung, typischen Fehlern und Hinweisen fĂŒr Fluglehrer.

Zum Navaid Simulator (Web-App) →

Überblick ĂŒber die OberflĂ€che

Navaid Simulator: Karte mit Funkfeuern, FunkgerÀte-Leiste, Anzeigen und KurswÀhler

Der Bildschirm besteht aus fĂŒnf Bereichen:

  • Toolbar (oben). Links: ☰ öffnet das App-MenĂŒ (Startseite, Impressum, Einstellungen und diese Anleitung). Daneben der Bereich Sim: das Listensymbol öffnet das Strecken- und SimulationsmenĂŒ, ▶ startet, ‖ pausiert und ■ beendet die Simulation. WĂ€hrend des Fluges stehen dort Steuerkurs (HDG), Kurs ĂŒber Grund (TRK) und Geschwindigkeit ĂŒber Grund (GS). Rechts: der Doktorhut öffnet die Übungen, das Auge schaltet den Blind-Modus, Anzeigen listet alle Instrumente, und + öffnet die Stationsliste.
  • Karte (Mitte). Luftfahrtkarte von open flightmaps mit den Funkfeuern aus deiner Stationsliste und deinem Flugzeug. Über das Ebenen-Symbol rechts oben wĂ€hlst du andere Kartengrundlagen.
  • FunkgerĂ€te-Leiste. NAV1, NAV2, ADF und die DME-Anzeige – siehe FunkgerĂ€te.
  • Anzeigen (unten links). Bis zu vier Instrumente plus Kurskreisel – siehe Anzeigen.
  • KurswĂ€hler (unten rechts). Die Kompassrose stellt den Sollkurs ein. Ziehe den Zeiger oder nutze − und + fĂŒr Schritte von 1°.

Erste Schritte und Stationsliste

Beim ersten Start lĂ€dt die App alle VORs und NDBs im Umkreis von 40 NM um das Flugzeug und belegt die GerĂ€te vor: NAV1 und NAV2 mit den beiden nĂ€chsten VORs, das ADF mit der nĂ€chsten NDB, die Standby-Frequenzen mit den ĂŒbernĂ€chsten. Der CDI hĂ€ngt an NAV1, sein OBS steht auf dem aktuellen QDM; das RMI zeigt NAV2 und ADF. Du kannst also sofort losfliegen.

Das Flugzeug lÀsst sich bei stehender Simulation mit der Maus bzw. dem Finger auf der Karte verschieben.

Stationsliste mit Suche nach Stuttgart

Stationsliste (+). Oben steht, was bereits in deiner Liste ist, darunter die Suchergebnisse. Suche nach Name, Kennung oder Ort, filtere ĂŒber die Symbole nach Typ (VOR, VOR-DME, NDB, NDB-DME, TACAN, VORTAC) und fĂŒge eine Station mit + hinzu. Nur Stationen in dieser Liste kann die App empfangen und anzeigen. Weltweit stehen alle Funkfeuer der Datenbank zur VerfĂŒgung.

Übungsgebiet wechseln (z. B. von Deutschland in die USA): Schiebe die Karte in das gewĂŒnschte Gebiet, öffne die Stationsliste und tippe auf Übungsgebiet hierher verlegen. Die App lĂ€dt die VORs und NDBs im Umkreis von 40 NM um die Kartenmitte und fĂŒgt sie der Liste hinzu (die bisherigen Stationen bleiben), rastet die FunkgerĂ€te wie beim ersten Start, stellt CDI/HSI an NAV1 auf das QDM und setzt das Flugzeug in die Kartenmitte. Die Position wird gespeichert, das Gebiet bleibt also auch nach einem Neustart erhalten. Außerhalb Europas, wo open flightmaps keine Karte hat, wechselt die App auf OpenStreetMap mit OpenAIP-Luftfahrtdaten.

FunkgerÀte, Kennung und DME

FunkgerÀte-Leiste: NAV1, NAV2, ADF und DME

Wie im Flugzeug sind EmpfÀnger und Anzeigen getrennt. Die Leiste enthÀlt drei EmpfÀnger:

GerÀtEmpfÀngtFrequenzbereich
NAV1, NAV2VOR (mit DME, falls vorhanden)108,00–117,95 MHz, 50-kHz-Raster
ADFNDB190–1750 kHz
  • Aktive Frequenz (Bernstein) – auf ihr empfĂ€ngt das GerĂ€t. Standby (grau) – vorbereitet. Die Tauschtaste ⇄ macht Standby aktiv und umgekehrt. So bereitest du die nĂ€chste Station vor, ohne die aktuelle zu verlieren.
  • Tippe auf eine Frequenz, um sie einzustellen. Im Dialog wĂ€hlst du die Station aus deiner Liste oder gibst die Frequenz ein, wie Piloten sie schreiben: 112.50, 112,5 oder 306. UngĂŒltige Werte werden angezeigt und lassen sich nicht ĂŒbernehmen; unter dem Feld steht, welche Station auf der Frequenz liegt.
Frequenzdialog fĂŒr NAV2 Standby mit erkannter Station DKB

Kennung (ID). Mit ID hörst du die Morse-Kennung der Station, die das GerĂ€t gerade empfĂ€ngt – langsam (etwa 7 Wörter pro Minute), alle 10 Sekunden wiederholt, VOR mit 1020 Hz, NDB mit 400 Hz. Vergleiche sie mit der Kennung auf der Karte. Ist nichts zu hören, wird nichts empfangen: keine Kennung, keine Navigation. Aus DatenschutzgrĂŒnden spielen Browser Ton erst nach einer Bedienung ab; nach dem Start ist ID deshalb immer aus.

DME. Das vierte Feld zeigt das DME des gewĂ€hlten NAV-GerĂ€ts: Entfernung in NM, Geschwindigkeit in kt und Zeit zur Station in Minuten. Tippe auf DME NAV1, um auf NAV2 umzuschalten. Wichtig fĂŒr das VerstĂ€ndnis:

  • Das DME misst die SchrĂ€gentfernung. Über der Station zeigt es deine Höhe (3000 ft ≈ 0,5 NM); weiter draußen ist der Unterschied zur Bodenentfernung vernachlĂ€ssigbar.
  • Die angezeigte Geschwindigkeit ist die Rate, mit der sich die Entfernung Ă€ndert – nur auf direktem Kurs zur oder von der Station gleich der GS. Fliegst du querab, geht sie gegen null.
  • Die Zeit zur Station erscheint nur, wenn du dich nĂ€herst.

Anzeigen: ADF, RMI, CDI, HSI, HDG

Anzeigen CDI, RMI, ADF, HSI und Kurskreisel

Jede Anzeige hĂ€ngt an einem EmpfĂ€nger. Oben rechts im Instrument steht, welcher es ist, z. B. NAV1 112.50. Ein Tipp auf die Beschriftung oben öffnet die Einstellungen der Anzeige: Typ, Name und Quelle. Die Liste Anzeigen in der Toolbar zeigt alle auf einen Blick.

Einstellungen einer Anzeige: RMI mit Quellen NAV2 und ADF Liste der Anzeigen mit Quellen und OBS
AnzeigeQuelleZeigt
ADFADFRelativpeilung zur NDB, Skala fest (N oben)
MDIADFwie ADF, Skala mit dem HDG-Knopf drehbar
RMINadel 1 und 2 je NAV1, NAV2 oder ADFSkala dreht mit dem Steuerkurs; Nadelspitze = QDM
CDINAV1 oder NAV2Ablage vom eingestellten Kurs (OBS), TO/FROM
HSINAV1 oder NAV2CDI auf einer mit dem Steuerkurs drehenden Kursrose
HDG–Kurskreisel (Steuerkurs)
ADF RMI CDI HSI

ADF und MDI

Die Nadel zeigt die Relativpeilung: den Winkel von der Flugzeugnase zur Station, im Uhrzeigersinn. Oben ist immer die Nase. Daraus folgt:

QDM = Steuerkurs + Relativpeilung (ĂŒber 360° hinaus 360° abziehen), QDR = QDM ± 180°.

Beim MDI drehst du die Skala mit dem HDG-Knopf auf den aktuellen Steuerkurs; dann zeigt die Nadelspitze direkt das QDM. Das ist der Zwischenschritt zum RMI.

RMI

Die Skala dreht automatisch mit dem Steuerkurs – oben steht immer das aktuelle Heading. Die Nadelspitze zeigt das QDM, das Nadelende das QDR, ohne zu rechnen. Nadel 1 ist die gelbe Doppelnadel, Nadel 2 die grĂŒne Pfeilnadel. Beide können an NAV1, NAV2 oder am ADF hĂ€ngen.

CDI

Mit dem OBS-Knopf (unten rechts) stellst du einen Kurs ein; die Skala zeigt ihn oben. Die Nadel zeigt die Ablage von diesem Kurs, unabhÀngig vom Steuerkurs:

  • FĂŒnf Punkte je Seite, 2° pro Punkt, Vollausschlag bei 10°.
  • TO bedeutet: der eingestellte Kurs fĂŒhrt zur Station. FM (FROM): er fĂŒhrt von der Station weg.
  • Querab zur Station zeigt die Flagge kurz OFF; ohne Empfang erscheint NAV und die Nadel steht in der Mitte.
  • Fliegst du ungefĂ€hr in Richtung des eingestellten Kurses, liegt der Kurs auf der Seite, auf die die Nadel zeigt. Auf Gegenkurs zeigt der CDI verkehrt herum (Reverse Sensing).

HSI

Das HSI ist ein CDI auf einer Kursrose, die mit dem Steuerkurs dreht. Der gelbe Kurszeiger zeigt auf der Rose den eingestellten Kurs, der Ablagebalken in seiner Mitte die Ablage (2° pro Punkt), das weiße Dreieck TO/FROM. Weil Zeiger und Balken mitdrehen, zeigt das HSI auch auf Gegenkurs richtig – es gibt kein Reverse Sensing. Ein CDI und ein HSI an NAV1 nebeneinander machen den Unterschied im Unterricht sofort sichtbar.

HDG (Kurskreisel)

Zeigt den Steuerkurs. Optional mit HDG-Knopf und Kursmarke (Heading Bug), die du in den Einstellungen der Anzeige einschaltest.

Fliegen: Kurs, Wind, Zeitraffer, Route

Freier Flug. Ohne Route startet ▶ die Simulation an der aktuellen Position des Flugzeugs. Mit dem KurswĂ€hler unten rechts stellst du den Sollkurs ein; das Flugzeug dreht mit Standardrate (3°/s) darauf ein. Bei stehender Simulation gilt ein neuer Kurs sofort.

Strecken- und SimulationsmenĂŒ mit Zeitraffer, TAS, Flughöhe und Wind

Im SimulationsmenĂŒ (Listensymbol neben Sim) stellst du ein:

  • Zeitraffer von 0,25× bis 60× (1× = Echtzeit). Bei 1× dauert ein Vollkreis wie im Flugzeug zwei Minuten.
  • TAS in Knoten.
  • Flughöhe in Fuß. Sie bestimmt die VOR-Reichweite nach dem Funkhorizont (1,23·√Höhe; bei 3000 ft etwa 67 NM) und die LĂ€nge der Radiale auf der Karte.
  • Wind: Richtung, aus der er weht (rechtweisend, wie in Vorhersagen), und StĂ€rke in Knoten. Änderungen wirken sofort, auch im Flug – der Lehrer kann den Wind mitten in der Übung drehen.
Routenflug: Wegpunkte, Route und Flugzeug mit Vorhaltewinkel

Route und Autopilot. Ein Rechtsklick (am Touchscreen langes Tippen) auf die Karte setzt Wegpunkte; Wegpunkte lassen sich verschieben. Mit einer Route fliegt ▶ einen Autopiloten: Er beginnt am ersten Wegpunkt, hĂ€lt gegen den Wind vor und leitet die Kurve eine KurvenlĂ€nge vor dem Wegpunkt ein. Routen lassen sich im SimulationsmenĂŒ unter einem Namen speichern und wieder laden. Der Routenflug eignet sich, um die Anzeigen beim Abfliegen einer bekannten Strecke zu beobachten; geĂŒbt wird mit dem freien Flug.

Was die Karte zeigt

DarstellungBedeutung
GrĂŒne Linie von einer VORRadial, das am CDI/HSI als OBS eingestellt ist
Blaue Linie von einer VORdie Gegenrichtung (OBS + 180°)
Rote gestrichelte LinienPeillinien vom Flugzeug zu den empfangenen Stationen
Rote Strichlinie hinter dem Flugzeuggeflogene Bahn
Blaue Pfeillinie vor dem FlugzeugKurs ĂŒber Grund fĂŒr die nĂ€chsten 6 Minuten
Orange gestrichelte LinieRoute mit Wegpunkten
GrĂŒne gestrichelte Linie/RacetrackSollkurs bzw. Holding der laufenden Übung

Oben links stehen wÀhrend des Fluges Position, Kurs, GS und geflogene Strecke.

Blind-Modus

Das Auge in der Toolbar verbirgt alles, was die Position verrĂ€t: Flugzeug, Peillinien, Bahn, Kurslinie, Koordinaten sowie TRK und GS in der Toolbar. Karte, Stationen und die eingestellten Radiale bleiben sichtbar – wie im Cockpit, wo du Karte und eingestellten Kurs hast, aber nicht siehst, wo du bist. In Übungen schaltet sich der Blind-Modus automatisch ein und bei der Auflösung wieder aus.

Übungen – allgemein

Auswahl der Übungen

Der Doktorhut in der Toolbar öffnet die vier Übungen. Alle nutzen die Stationen, die an den FunkgerĂ€ten aktiv gerastet sind und im Umkreis von 150 NM um das Flugzeug liegen – das Rasten gehört zur Aufgabe. Fehlt eine passende Station, sagt die App, was zu tun ist. Beim Start schwenkt die Karte auf die Stationen der Aufgabe (nicht auf das Flugzeug). Wo geĂŒbt wird, bestimmst du also ĂŒber die Position des Flugzeugs; siehe Übungsgebiet wechseln.

  • Blind. Zu Beginn wird das Flugzeug versetzt und verborgen; bei den Kurs- und Holding-Übungen ist auch der Wind unbekannt. Erst die Auflösung zeigt Position, Bahn und Wind.
  • Aufgabenkarte. Oben ĂŒber der Karte steht die Aufgabe. Mit dem Pfeil klappst du sie auf eine Zeile ein, z. B. → TGO 125° · R-305 in; die Knöpfe bleiben erreichbar.
  • Anleitung (?). WĂ€hrend einer Übung erscheint in der Toolbar ein ?. Es blendet unter der Toolbar eine Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung mit den Zahlen der Aufgabe ein. Sie erklĂ€rt das Vorgehen, verrĂ€t aber nie die Lösung. Die Einstellung bleibt gespeichert. Ein Link darin fĂŒhrt direkt zum Kapitel der Übung in dieser Anleitung.
  • Auflösen beendet eine Übung vorzeitig; die Simulation hĂ€lt dann an, damit sich das Bild nicht weiter verschiebt.

Bewertet wird in drei Stufen:

ÜbungSehr gutGutWeiter ĂŒben
Standort (Kreuzpeilung, VOR/DME)≀ 1 NM≀ 3 NMmehr
Kurs zu/von Stationmittlere Ablage ≀ 2°≀ 5°mehr oder nicht eingefangen
HoldingEinflug richtig und Inbound-Ablage ≀ 5°Einflug richtigEinflug falsch

Übung: Standort bestimmen (Kreuzpeilung)

Lernziel Aus den Anzeigen zweier Stationen je eine Standlinie gewinnen, sie in die Karte ĂŒbertragen und den Standort als Schnittpunkt bestimmen. Dazu gehören QDM/QDR am RMI und ADF, das Radial am CDI und das GefĂŒhl fĂŒr gĂŒnstige und ungĂŒnstige Schnittwinkel.

Voraussetzung: mindestens zwei aktiv gerastete Stationen, deren Standlinien sich an einem Ort in Reichweite schneiden – z. B. NAV1 und NAV2 auf zwei VORs oder eine VOR und das ADF auf einer NDB.

Übung Standort bestimmen mit eingeblendeter Anleitung

Ablauf. Die App setzt das Flugzeug verdeckt an einen Ort, an dem sich zwei deiner Stationen unter mindestens 30° schneiden, und dreht es auf einen beliebigen Steuerkurs. Die Simulation steht. Du liest ab, zeichnest und tippst deinen Standort auf die Karte (erneutes Tippen korrigiert), dann Auswerten.

So gehst du vor

  1. PrĂŒfe an den FunkgerĂ€ten mit ID, dass die richtigen Stationen empfangen werden.
  2. VOR: Drehe am CDI den OBS, bis die Nadel mittig steht und FM anzeigt. Der OBS ist dann dein Radial (QDR). Am RMI liest du das QDR am Nadelende ab.
  3. NDB: Am RMI steht das QDM an der Nadelspitze. Am ADF rechnest du QDM = Steuerkurs + Relativpeilung. Das QDR ist QDM ± 180°.
  4. Zeichne von jeder Station die Standlinie in Richtung des QDR. Dein Standort ist der Schnittpunkt.
  5. Tippe ihn an und werte aus.
Auflösung: SchÀtzung, wahre Position und Standlinien

Auflösung. Die Karte zeigt deine SchĂ€tzung (lila), die wahre Position (Flugzeug) und die beiden Standlinien (grĂŒn). Die Aufgabenkarte nennt die Abweichung in NM und den Schnittwinkel der Standlinien.

Typische Fehler

  • QDM statt QDR eingezeichnet – die Standlinie zeigt dann von der Station in die falsche Richtung, der Fehler ist meist sehr groß.
  • Relativpeilung am ADF fĂŒr das QDM gehalten, den Steuerkurs nicht addiert.
  • OBS mit TO statt FROM zentriert – dann ist der OBS das QDM, nicht das Radial.
  • Ungenaues Ablesen bei spitzem Schnittwinkel: Ein Grad Ablesefehler verschiebt den Schnittpunkt dann um ein Vielfaches.
FĂŒr Fluglehrer

Lassen Sie die erste Runde mit RMI und CDI lösen, die zweite nur mit dem ADF – erst dann wird die Rechnung Steuerkurs + Relativpeilung geĂŒbt. Spitze Schnittwinkel (30–45°) kommen bewusst vor; sie sind ein guter Anlass, ĂŒber die Wahl der Stationen zu sprechen. Im Debriefing lohnt der Blick auf die Richtung des Fehlers: Liegt die SchĂ€tzung auf einer Standlinie, war die andere falsch.

Übung: Standort mit VOR/DME

Lernziel Den Standort aus Radial und DME-Entfernung einer einzigen VOR/DME bestimmen – das ĂŒbliche Verfahren im Cockpit, wenn nur ein GerĂ€t frei ist. Dazu gehört die richtige Zuordnung der DME-Quelle.

Voraussetzung: eine VOR mit DME (VOR-DME oder VORTAC) aktiv an NAV1 oder NAV2.

Übung Standort mit VOR/DME mit Anleitung

Ablauf. Das Flugzeug steht verdeckt 4–30 NM von der Station entfernt, in Reichweite von VOR und DME.

So gehst du vor

  1. Stelle die DME-Quelle auf das GerĂ€t, an dem die VOR/DME gerastet ist (Tipp auf DME NAV1). Steht die Station auf NAV2 und das DME auf NAV1, zeigt es die Entfernung zur anderen Station – ein typischer Cockpitfehler.
  2. PrĂŒfe die Kennung mit ID.
  3. Zentriere den CDI mit FM: Der OBS ist dein Radial.
  4. Lies die DME-Entfernung ab.
  5. Zeichne das Radial ein und trage darauf die Entfernung ab (oder schneide es mit dem DME-Kreis). Tippe den Punkt an und werte aus.
Auflösung: Radial, DME-Kreis und SchÀtzung

Auflösung. Neben der Abweichung nennt die App die richtigen Werte, z. B. TGO R-318, DME 21.2 NM. Vergleiche sie mit deiner Ablesung: So siehst du sofort, ob das Radial oder die Entfernung falsch war. Die Karte zeigt Radial und DME-Kreis.

FĂŒr Fluglehrer

Die Genauigkeit hĂ€ngt vor allem am Radial: 1° Fehler ergibt in 30 NM schon 0,5 NM Versatz quer zum Radial, wĂ€hrend das DME auf wenige Zehntel genau ist. Die SchrĂ€gentfernung spielt in diesen AbstĂ€nden keine Rolle – ein guter Anlass, sie trotzdem anzusprechen: Über der Station zeigt das DME die Höhe.

Übung: Kurs zu/von einer Station

Lernziel Einen Kurs zu oder von einer Station einfangen (Intercept) und unter unbekanntem Wind halten – mit VOR (CDI/HSI) oder NDB (RMI/ADF). Den Vorhaltewinkel durch Einkreisen (Bracketing) finden.

Voraussetzung: mindestens eine aktiv gerastete Station.

Aufgabe. Zum Beispiel „Fliege zur VORTAC TGO auf Kurs 125° (Radial 305 inbound)“ oder „Fliege von der NDB SG weg auf Kurs 140° (QDR 140°)“. Das Flugzeug startet verdeckt neben der Kurslinie – zur Station 15–25 NM entfernt und 10–25° neben dem Radial, von der Station weg 3–6 NM entfernt und 20–45° daneben. Die Geometrie lĂ€sst nach einem Intercept mit 45° immer noch Strecke zum Halten des Kurses. Der Wind (10–25 kt) ist unbekannt. Die grĂŒne Sollkurslinie ist auf der Karte eingezeichnet.

KursĂŒbung im Flug: eingeklappte Aufgabe, Anleitung, CDI und HSI auf Kurs 125

So gehst du vor

  1. Raste die Station und prĂŒfe die Kennung.
  2. VOR: Stelle am CDI/HSI den OBS auf den Kurs, z. B. 125°. Erwartet: TO (zur Station) bzw. FROM (von ihr weg). NDB: Ziel ist QDM 125° (Nadelspitze am RMI) bzw. QDR 125° (Nadelende).
  3. Stelle fest, auf welcher Seite der Kurs liegt. VOR: Er liegt auf der Seite der Nadel – beim CDI nur, wenn du ungefĂ€hr in Kursrichtung fliegst. NDB zur Station: Ist das QDM grĂ¶ĂŸer als der Kurs, liegt er rechts. NDB von der Station weg: Ist das QDR kleiner als der Kurs, liegt er rechts.
  4. Fang den Kurs mit 30–45° ein: Steuerkurs = Kurs ± 30–45° zur Seite des Kurses.
  5. Wandert die Nadel zur Mitte, drehe rechtzeitig auf den Kurs ein.
  6. Driftest du ab, korrigiere erst um 10°, dann halbiere die Korrektur, bis die Anzeige steht – so findest du den Vorhaltewinkel.

Die Übung endet beim Überflug der Station (zur Station) bzw. in 15 NM Entfernung von ihr (von ihr weg).

Auflösung einer gelungenen KursĂŒbung: Kurs eingefangen, Wind 120/25 aufgedeckt

Auflösung. Die App nennt die Zeit bis zum Intercept (Ablage erstmals unter 2°) und danach die mittlere und grĂ¶ĂŸte Winkelablage. Innerhalb von 2 NM um die Station wird nicht bewertet, weil die Anzeige dort unruhig wird. Vor allem deckt sie den Wind auf – im Beispiel 120°/25 kt: Der Steuerkurs von 185° auf Kurs 200° zeigt den Vorhalt von 15° nach links.

Typische Fehler

Misslungene KursĂŒbung: ohne Vorhalt parallel versetzt
  • Kein Vorhalt. Wer nach dem Eindrehen den Kurs ohne Vorhalt fliegt, wird abgetrieben und korrigiert immer wieder zurĂŒck. Im Bild oben lĂ€uft die Bahn deshalb parallel versetzt neben der Sollkurslinie, der Kurs wird nie eingefangen.
  • OBS auf den Gegenkurs gestellt (FROM statt TO) – am CDI zeigt die Nadel dann verkehrt herum (Reverse Sensing). Das HSI hat diesen Fehler nicht.
  • Zu flacher Intercept-Winkel weit draußen – der Kurs wird erst kurz vor der Station eingefangen.
  • Der Nadel „hinterherfliegen“ statt mit festen Steuerkursen zu arbeiten.
FĂŒr Fluglehrer

Beginnen Sie ohne Wind und mit VOR und HSI, dann CDI, dann NDB. Wind und Steuerkurs lassen sich im SimulationsmenĂŒ auch in einer freien Übung vorgeben; in der Übungsaufgabe ist der Wind verdeckt und wird erst in der Auflösung genannt – das ist der wichtigste Moment fĂŒr das Debriefing: Passt der geflogene Vorhaltewinkel zum aufgedeckten Wind? FĂŒr NDB-Aufgaben ist die 2°-Schwelle streng; eine Ablage bis 5° ist am ADF schon eine gute Leistung.

Übung: Holding

Lernziel Das richtige Einflugverfahren (Direkt, Teardrop, Parallel) vor dem Fix bestimmen, es fliegen und danach das Holding mit 1-Minuten-Schenkeln halten.

Voraussetzung: eine aktiv gerastete VOR oder NDB als Fix.

Holding-Aufgabe mit Wahl des Einflugverfahrens und Anleitung

Aufgabe. Zum Beispiel „Holding ĂŒber VORTAC TGO, Inbound 130°, Rechtskurven, 1 min“. In etwa 70 % der Aufgaben sind es Rechtskurven (Standard). Das Flugzeug startet 12–18 NM entfernt aus einer zufĂ€lligen Richtung und fliegt ungefĂ€hr auf den Fix zu; der Wind ist leicht (bis 15 kt) und unbekannt. Das Holding ist auf der Karte eingezeichnet wie auf einer Anflugkarte, mit einem Pfeil auf dem Inbound-Schenkel.

Einflugverfahren bestimmen

Bezug ist der Inbound-Kurs. Lege durch den Fix eine Linie, die 70° zum Inbound-Kurs auf der Holding-Seite steht. Zusammen mit der VerlĂ€ngerung des Inbound-Kurses teilt sie den Kreis in drei Sektoren. Maßgeblich ist dein Kurs zum Fix:

SektorGrĂ¶ĂŸeKurs zum Fix bei Rechtskurven (Inbound T)Verfahren
1180°T − 70° 
 T + 110°Direkt
270°T + 110° 
 T + 180°Teardrop
3110°T + 180° 
 T + 290°Parallel

Bei Linkskurven ist alles gespiegelt. WĂ€hle das Verfahren in der Aufgabenkarte, bevor du den Fix ĂŒberfliegst. Die App prĂŒft deine Wahl am Kurs beim ersten Überflug.

Die Verfahren

  • Direkt: Über dem Fix in Holding-Richtung auf den Outbound-Kurs (Inbound + 180°) drehen.
  • Teardrop: Über dem Fix auf einen um 30° zur Holding-Seite versetzten Outbound-Kurs (bei Rechtskurven Outbound − 30°), 1 Minute, dann in Holding-Richtung auf den Inbound eindrehen.
  • Parallel: Über dem Fix auf den Outbound-Kurs auf der Nicht-Holding-Seite, 1 Minute, dann gegen die Holding-Richtung zurĂŒck auf den Inbound bzw. zum Fix.

Im Holding: Outbound 1 Minute ab querab Fix, Kurven in Holding-Richtung, inbound den Kurs halten und den Wind vorhalten. Die Anleitung (?) nennt alle Steuerkurse mit den Zahlen der Aufgabe – welches Verfahren richtig ist, sagt sie nicht.

Auflösung des Holdings: Racetrack und geflogene Bahn

Auflösung. Nach dem Einflug und zwei Runden (drei ÜberflĂŒge des Fixes) oder mit Auflösen zeigt die App das richtige Einflugverfahren und ob deine Wahl stimmte, die mittlere Ablage auf den Inbound-Schenkeln und den Wind. Die Karte zoomt auf den Fix und zeigt das ideale Holding (grĂŒn) und deine Bahn (rot).

Typische Fehler

  • Den Sektor nach dem Kurs zum Fix am falschen Bezug bestimmt, etwa am Outbound- statt am Inbound-Kurs.
  • Beim Parallel-Einflug in Holding-Richtung zurĂŒckgedreht – dann landet man auf der falschen Seite des Inbound-Schenkels.
  • Beim Teardrop den Versatz zur falschen Seite genommen.
  • Outbound-Zeit ab dem Fix statt ab querab Fix gestoppt.
FĂŒr Fluglehrer

Lassen Sie die Sektorregel zuerst auf Papier anwenden. Das Flugzeug startet mit einem Steuerkurs ungefĂ€hr zum Fix, sodass der SchĂŒler das Verfahren gleich zu Beginn bestimmen kann; mit ‖ lĂ€sst sich die Simulation dafĂŒr anhalten. Die App bewertet die Sektorgrenzen streng; ICAO lĂ€sst dort ±5° Spielraum – ein knapp „falsches“ Verfahren an der Grenze ist also zulĂ€ssig und ein guter GesprĂ€chsanlass. Wie das Verfahren geflogen wurde (Versatz, Zeiten), bewertet die App nicht; das zeigt die Karte in der Auflösung. Das gezeichnete Holding gilt fĂŒr ruhende Luft.

Vorschlag fĂŒr den Unterricht

Eine mögliche Reihenfolge, jeweils mit Briefing vor und Debriefing nach der Übung:

  1. Orientierung mit ADF und RMI (ohne Blind-Modus): Flugzeug auf der Karte verschieben und Relativpeilung, QDM und QDR ablesen. Steuerkurs Ă€ndern – die ADF-Nadel dreht mit, das QDM am RMI bleibt.
  2. Kreuzpeilung mit RMI und CDI, dann nur mit dem ADF.
  3. CDI und HSI: TO/FROM, Reverse Sensing auf Gegenkurs, HSI im Vergleich.
  4. KursĂŒbungen: erst VOR ohne Wind im freien Flug, dann die Übung mit verdecktem Wind; danach NDB.
  5. VOR/DME-Standort mit bewusstem Umschalten der DME-Quelle.
  6. Holding: Sektorregel, dann EinflĂŒge, dann Wind.

Zum Abschluss jeder Lektion die Kennung abhören lassen – tune, identify, then use.

Eigene Szenarien fĂŒr Fluglehrer

Die ZufallsĂŒbungen eignen sich zum freien Üben. FĂŒr den Unterricht wollen Sie oft eine bestimmte Lage: diesen Startpunkt, dieses Radial, diesen Wind, und zwar fĂŒr alle SchĂŒler gleich. DafĂŒr gibt es eigene Szenarien. Sie legen eine Übung einmal fest und geben sie per Link oder QR-Code weiter; die SchĂŒler öffnen sie in der Web-App und fliegen genau diese Aufgabe. Ein Konto oder eine Anmeldung braucht dafĂŒr niemand.

Szenario anlegen

  1. Lage einstellen. Im Simulator das Übungsgebiet wĂ€hlen, das Flugzeug auf die Startposition ziehen, Steuerkurs, Höhe und TAS einstellen und die FunkgerĂ€te so rasten, wie der SchĂŒler sie vorfinden soll.
  2. Doktorhut → Eigene Szenarien → Aktuelle Lage als Szenario speichern.
  3. Aufgabe festlegen: Titel, Art der Übung (Standort, VOR/DME, Kurs, Holding), Station und je nach Art Kurs mit TO/FROM, Endentfernung oder Inbound-Kurs und Kurvenrichtung. Zur Auswahl stehen nur Stationen, die an der Startposition empfangen werden. Steuerkurs, Höhe und TAS lassen sich hier noch anpassen.
  4. Wind (bei Kurs und Holding): Richtung und StĂ€rke, und ob der SchĂŒler den Wind kennt oder ihn erst bei der Auswertung erfĂ€hrt.
  5. FunkgerĂ€te vorab rasten: eingeschaltet findet der SchĂŒler Ihre Frequenzen vor. Ausgeschaltet sind alle FunkgerĂ€te aus; Rasten und Identifizieren gehören dann zur Aufgabe.
  6. Briefing: ein kurzer Text an den SchĂŒler (bis 600 Zeichen). Er steht wĂ€hrend der ganzen Übung in der Aufgabenkarte.
Editor fĂŒr ein neues Szenario: Titel, Aufgabe Kurs, Station TGO, Kurs 090 zur Station Editor, unterer Teil: FunkgerĂ€te vorab rasten, Wind, Wind verdeckt, Briefing

Unter dem Formular weist die App auf fachliche Probleme hin, ohne das Speichern zu verhindern: die Station ist an der Startposition nicht zu empfangen, die Standlinien schneiden sich unter weniger als 30°, die Startposition liegt schon jenseits der Endentfernung, der Wind ist im VerhÀltnis zur TAS sehr stark, oder die Station der Aufgabe ist an keinem FunkgerÀt aktiv gerastet.

Teilen

Szenario teilen: QR-Code und Link

Nach dem Speichern zeigt die App den QR-Code und den Link. Den QR-Code können Sie im Unterrichtsraum an die Wand werfen; den Link kopieren Sie in eine Mail oder einen Messenger. SpĂ€ter erreichen Sie dieselbe Ansicht ĂŒber das Teilen-Symbol in der Liste.

Liste der eigenen Szenarien mit Starten, Teilen, Bearbeiten und Löschen

Das Szenario steckt vollstĂ€ndig im Link; es wird auf keinem Server gespeichert. Daraus folgt dreierlei: Wer den Link hat, kann das Szenario öffnen. Ein verschickter Link lĂ€sst sich nicht zurĂŒckholen oder nachtrĂ€glich Ă€ndern; nach einer Änderung teilen Sie einen neuen Link. Und das Briefing sollte nichts enthalten, was nicht jeder lesen darf.

Ihre Szenarien liegen nur auf Ihrem GerÀt. Wer sie auf ein anderes GerÀt bringen will, teilt sie sich selbst.

Was der SchĂŒler sieht

Der Link öffnet die Web-App. Sie zeigt Titel, Aufgabe und Briefing und bietet Speichern und starten, Nur speichern oder Verwerfen. In der installierten App kopiert der SchĂŒler den Link und fĂŒgt ihn unter Eigene Szenarien → Szenario aus Link ĂŒbernehmen ein.

Laufendes Szenario: Aufgabenkarte mit Titel und Briefing des Fluglehrers

Beim Start lĂ€dt die App die Stationen der Umgebung, ĂŒbernimmt Höhe, TAS und FunkgerĂ€te, setzt das Flugzeug verdeckt auf die Startposition und beginnt die Übung. Ablauf und Bewertung sind dieselben wie bei den ZufallsĂŒbungen; in der Aufgabenkarte stehen zusĂ€tzlich Titel und Briefing. Nach der Auswertung heißt der Knopf Wiederholen statt „NĂ€chste Aufgabe“: Der SchĂŒler fliegt dieselbe Aufgabe noch einmal.

Die Auswertung erscheint auf dem GerĂ€t des SchĂŒlers und wird nicht ĂŒbermittelt. Das Szenario ist dafĂŒr gedacht, dass Sie dabei sind und das Ergebnis gemeinsam mit dem SchĂŒler besprechen.

Wenn sich Stationen Àndern

Funkfeuer werden abgeschaltet oder bekommen neue Frequenzen. Deshalb nimmt jedes Szenario eine Kopie der benutzten Stationen mit. Beim Start gleicht die App sie mit der aktuellen Datenbank ab: Hat sich eine Frequenz geĂ€ndert, werden die FunkgerĂ€te nachgezogen und der SchĂŒler bekommt einen Hinweis. Fehlt eine Station, rechnet die App mit der gespeicherten Kopie weiter und weist ebenfalls darauf hin. Offline lĂ€uft das Szenario mit den Kopien.

FĂŒr Fluglehrer

Gute Szenarien zielen auf einen typischen Fehler: ein Kurs FROM mit Reverse Sensing am CDI, eine NDB-KursĂŒbung mit krĂ€ftigem Seitenwind, ein Holding, dessen Anflug knapp an einer Sektorgrenze liegt, eine Kreuzpeilung mit schlechtem Schnittwinkel. Mit ausgeschalteten FunkgerĂ€ten ĂŒben Sie zusĂ€tzlich Rasten und Identifizieren.

Nicht Teil des Szenarios sind die Anzeigen des SchĂŒlers (welches Instrument an welchem FunkgerĂ€t hĂ€ngt) und der OBS. Wer ein bestimmtes Instrument ĂŒben soll, bekommt das im Briefing gesagt.

Begriffe

BegriffBedeutung
QDMmissweisender Kurs zur Station
QDRmissweisende Peilung von der Station zum Flugzeug; bei einer VOR das Radial
Radialmissweisende Richtung von einer VOR, auf der das Flugzeug steht (= QDR)
RelativpeilungWinkel von der Flugzeugnase zur Station, im Uhrzeigersinn
OBSOmni Bearing Selector – KurswĂ€hler am CDI/HSI
TO/FROMob der eingestellte Kurs zur Station hin oder von ihr weg fĂŒhrt
Missweisung (Variation)Winkel zwischen geografischem und magnetischem Nord; Ost positiv
Deklination einer VORMissweisung, nach der die Radiale der VOR ausgerichtet sind
SchrĂ€gentfernungdirekte Entfernung Flugzeug–DME, inklusive Höhe
InterceptEinfangen eines Kurses unter einem festen Winkel
Vorhaltewinkel (WCA)Unterschied zwischen Steuerkurs und Kurs ĂŒber Grund zum Ausgleich des Windes
Reverse Sensingverkehrte Anzeige des CDI, wenn man entgegen dem eingestellten Kurs fliegt
StandardkurveKurve mit 3°/s, Vollkreis in 2 Minuten

Grenzen der Simulation

Der Simulator ist ein Lernwerkzeug und nicht fĂŒr die reale Navigation gedacht. Bewusste Vereinfachungen:

  • Die Missweisung stammt aus den Stationsdaten; einige Werte sind veraltet. Am Flugzeug gilt die Missweisung der nĂ€chstgelegenen Station.
  • Reichweite: VOR und DME nach Funkhorizont aus der eingestellten Höhe, NDB pauschal 50 NM. GelĂ€nde, DĂ€mmerungs- und KĂŒsteneffekt, Gewitter und Bodenwellen werden nicht simuliert; die Anzeigen sind immer ruhig und genau.
  • Keine HöhenĂ€nderungen, Kurven ohne Querneigung, Wind in allen Höhen gleich.
  • Der Autopilot im Routenflug fliegt nach jedem Wegpunkt direkt auf den nĂ€chsten zu, ohne die Leg-Linie neu einzufangen.
  • Das gezeichnete Holding gilt fĂŒr ruhende Luft; der Holding-Fix ist immer eine Station, die Schenkelzeit fest 1 Minute.
  • Die Morse-Kennung wird erzeugt; NDBs klingen zur Unterscheidung mit 400 Hz.

Einstellungen

Im App-MenĂŒ (☰ → Einstellungen) wĂ€hlst du Sprache, Land fĂŒr die Stationssuche, Startseite, dunkles Design und die InstrumentengrĂ¶ĂŸe – grĂ¶ĂŸere Instrumente sind im Unterricht am Beamer besser lesbar. Die Entfernungseinheit (Standard NM) stellst du unter Standardeinheiten ein.

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